Frankreich gegen Ecuador: 2:0

Die Trikolore — siegreich nicht glänzend. Da hatte sich Frankreich also Ecuador ausgesucht, um sich am 27. Mai warm für die EM 2008 zu schießen. Irgendwie hat man den Verdacht, ohne die Südamerikaner unterschätzen zu wollen, dass da ein Sparringspartner gesucht wurde, dem man einige Bälle mehr ins Tor hauen kann. Brasilien und Paraguay hatten gegen die Ecuadorianer schließlich im Rahmen der WM-Qualifikation jeweils fünf Tore erzielt. Ganz an diese Ergebnisse anknüpfen — die Ecuadors Abwehr nicht unbedingt ins beste Licht stellen — konnte Frankreich beim Freundschaftsspiel allerdings nicht: Die Franzosen beließen es bei einem 2:0 durch Tore von Gomis in der 59sten und 86sten Minute.

Immerhin: Trotz etwas schleppender Anfangsphase gelang den Franzosen ein Sieg, mit dem sie EM-Tauglichkeit bewiesen. Die Nummer SIEBEN der FIFA-Weltrangliste schlug die Nummer 55, während etwa die Nummer FÜNF (Deutschland) gegen die Nummer 60 (Belarus, Weißrussland) nur ein 2:2 hinlegte. In ihren letzten beiden Freundschaftsspielen konnten die Franzosen nur ein Elfmetertor vorweisen, gegen Ecuador sollten nun auch normale Spielsituationen für eine Torflut sorgen. Nun, die Flut wurde eher zum Rinnsal. Aber es fehlte auch ein Ausnahmespieler wie Franck Ribery im Team, der an einem guten Tag zum genial funktionierenden Motor für weitere Tore taugt. Sein Elfmeter sorgte im März 2008 für den Sieg der Franzosen gegen die Engländer. Das Tore schießen übernahm bei den Franzosen dieses Mal ein Debütant, der erst in der zweiten Halbzeit des Spiels eingewechselt wurde: Bafètimbi Gomis. Wie zu erwarten, nutzen die Franzosen das Freundschaftsspiel, um noch einmal viele Spieler auszutesten. Vier Auswechslungen gab es zur Halbzeit, zwei weitere in der zweiten Phase des Spiels. Bafètimbi Gomis kam erst in diesem Monat zum Nationalteam Frankreichs und es scheint, als hätte Trainer Raymond Domenech mit ihm eine gute Wahl getroffen. Gut möglich, dass der aus dem Senegal stammende Spieler in der Todesgruppe der EM (Frankreich, Italien, Niederlande, Rumänien) einige Akzente zu setzen vermag. Raymond Domenech hat heute wie auch Joachim Löw auf deutscher Seite die Aufgabe, seinen Kader für die Europameisterschaft zu verkleinern. Allerdings stehen ihm 30 Spieler zur Auswahl, sodass sieben Fußballer auf das EM-Ticket verzichten müssen; bei Löw sind es nur drei. Wir warten gespannt!

Die Aufstellung der Franzosen:

  • Sebastien Frey (aber der 46. Minute: Steve Mandanda)
  • Willy Sagnol (ab der 74. Minute: Françoise Clerc),
  • Lilien Thuram
  • Julièn Escude (ab der 46. Minute: Patrice Evra),
  • Eric Abidal
  • Samir Nasri,
  • Alou Diarra (ab der 46. Minute: Mathieu Flamini),
  • Lassana Diarra,
  • Ben Arfa (ab der 78. Minute: Florent Malouda)
  • Nicolas Anelka,
  • Djibril Cisse (ab der 46. Minute: Bafètimbi Gomis).

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