Sep 9, 2010 | Matchberichte
Italien – Rumänien: 1:1 - Der Weltmeister kurz vor dem Ende
Das Spiel Italien gegen Rumänien war eine besonders spannende und nervenaufreibende Begegnung. Es ging um sehr viel; vor allem das Fortkommen der Italiener war lange Zeit nicht in Sicht. Im Spiel gegen Rumänien reichte es für sie jedoch nur zu einem Unentschieden. Nach dem zweiten EM-Spiel befindet sich Italien deshalb noch immer auf dem letzten Platz der Gruppentabelle; natürlich ist die Motivation der Mannschaft nun vor dem letzten Gruppenspiel gegen Frankreich sehr groß; sie möchte ins Viertelfinale, um sich so eine Chance auf den EM-Titel zu erhalten. Im nächsten Spiel gegen Frankreich wird sich alles entscheiden: auch für die Franzosen.Das Spiel der Italiener gegen Rumänien wurde ganz genau um 18.00 angepfiffen; sofort konnten die Rumänen eine schöne Torchance herausspielen. Nun waren die Italiener schon einmal vorgewarnt; und es war klar, dass die Rumänen den Platz gerne als Sieger verlassen würden. In den ersten zehn Minuten kam es zu einigen sehr interessanten Szenen auf beiden Seiten und die Italiener machten nicht gerade wenig Druck auf die Abwehr der Rumänen. Die konnte diesen schwierigen Minuten aber standhalten, bis es in der achten Minute zur ersten wirklich gefährlichen Situation kam. Die italienische Nationalmannschaft konnte sich kurz bis vor das Tor der gegnerischen Mannschaft spielen, der Schuss von Del Piero wurde jedoch per Kopfball über das gegnerische Tor befördert. Die Italiener suchten ihr Glück ebenfalls nicht allein in der Defensive. In der 13. Minute versuchten sie über eine Flanke auf Luca Toni, ein Tor zu erzielen. Die Abwehr der Rumänen konnte diesen Angriff jedoch ohne Weiteres abblocken.
Der Weltmeister schien das Spiel nun im Griff zu haben, doch die Rumänen gaben sich nicht so leicht geschlagen. In der 16. Minute kam es zu einem sehr guten Angriff der rumänischen Nationalmannschaft. Nach einem Ballverlust auf der italienischen Seite bauten die Rumänen ein sehr gutes Spiel auf und spielten eine sehr gute Tormöglichkeit heraus. Ein Tor erzielten sie allerdings nicht: noch nicht! In den nächsten Minuten war die Partie sehr ausgeglichen und auch sehr dynamisch. Im Minutentakt wechselten die Seiten und jede Mannschaft hatte ihre Chancen. Der vorläufige Höhepunkt dieses Spiels war der eindeutige Pfostentreffer des Rumänen Chivu; Pirlo konnte in letzter Minute klären. Gerade einmal eine Minute später, kam es zu einer weiteren sehr interessanten Situation. Die beiden Spieler Rat und Radoi gerieten aneinander; beide trugen eine Verletzung davon. Radoi musste ausgewechselt werden, Rat konnte leicht verletzt weiterspielen.
Nach der ersten halben Stunde war das Spiel relativ ausgeglichen und beide Mannschaften hatten durchaus ihre Chancen, die sie in der ersten Halbzeit jedoch nicht richtig verwerten konnten. Der Rest der Halbzeit war nicht gerade eine Glanzleistung auf beiden Seiten, jedoch konnte jede Mannschaft zumindest mit einigen interessanten Angriffen und Kombinationen glänzen. Die Italiener hatten sehr schöne Chancen, wenn es um Kopfball-Szenen ging, die durchaus das Potential zu einem Tor hatten. Die Chancen blieben ungenutzt, die Teams gingen mit einem durchaus gerechtfertigten Unentschieden in die Halbzeitpause.
Während der Pause kam es zu keinen Wechseln in der Aufstellung. Sofort in der neuen Halbzeit begann man wieder mit einem sehr hohen Tempo. Die Hintermannschaft der Rumänen stand wie schon zuvor sehr gut, kein italienischer Angriff konnte eine wirklich gefährliche Situation herausspielen. In dieser Phase des Spiels war Pirlo einer der herausragenden Spieler; er war an jeder interessanten Spielvariante beteiligt. Und dann, in der 55. Minute, fiel das erste Tor, das von der rumänischen Mannschaft erzielt wurde. Ein Schock für die Italiener, aber… ein schnell verdauter. Keine Minute später schoss auch das italienische Team ein Tor, das ihnen letzte Hoffnungen auf eine Teilnahme am Viertelfinale sichern konnte. In der nun folgenden Schlussphase kam es zu sehr vielen interessanten Situationen. Beide Mannschaften gaben natürlich alles, um vielleicht noch einen notwendigen Sieg herauszuholen. Die gesamte Schlussphase war für die Italiener dennoch schwierig, weil sie ihren Gegner in weiten Teilen schlichtweg unterschätzten. Nach den drei Minuten Nachspielzeit stand das letztlich faire, aber nichts sagende Ergebnis fest. Die Fans können sich also auf eine interessante letzte Runde in dieser Gruppe einstellen. Insgesamt betrachtet sind die Spiele der Top-Favoriten bei dieser Europameisterschaft sehr offensiv und direkt aufgebaut. Die Länder mit weniger Chancen setzen eher auf eine konservative defensive Strategie, die in diesem Umfeld auch ihre Vorteile zeigt, wie man beispielhaft in den letzten Spielen erkennen konnte.
Kommentare
-
Von Barbara
Am Jun 17, 2008Was ist das für ein Spielbericht????? Ergänzung: In der 1. Halbzeit schoss Italien ein reguläres Tor welches aberkannt wurde? In der 2. Halbzeit verhinderte Buffon ein Tor durch Penalty. Aber das sind ja Peanuts...

