Italien in EM-Laune

Das war wohl genau das, was die italienischen Fans Zuhause in Florenz sehen wollten: Italien spielte gegen Belgien und Belgien hat verloren. So soll’s sein! Aus Sicht der Italiener natürlich. 3:1 spielten sie, führten 3:0 durch Tore von Antonio Di Natale in der zehnten und der 42sten Minute und durch das Tor von Mauro Camoranesi in der 49sten Minute.

Das Gegentor in der 90sten Minute, geschossen vom Belgier Wesley Sonck, war nur ein kleiner Makel auf einer ansonsten ziemlich blütenreinen Weste. Italien ist bereit für die EM 2008. Das Team spielte mit drei Spitzen; mit Luca Toni und dann einerseits mit Antonio Di Natale und Mauro Camoranesi, später mit Alessandro Del Piero und Antonio Cassano. Mit drei Spitzen zu spielen, war mal extrem unitalienisch. Zwei Spitzen sollten es sein, zwei Stürmer im Team, DAS war italienisch! So italienisch wie Pasta, Pizza und Eis, dieses leckere Eis, das … hmmm… Eis, Pizza und Pasta bleiben italienisch, das Dauer- „Es wird nicht geändert, bis uns der Himmel auf den Kopf fällt“ Zwei-Stürmer-System ist es nicht mehr. Nun, es sieht nicht so aus, als wären Italiener mit drei Spitzen ungefährlicher!

Noch ein bisschen Statistik gefällig? Die Italiener und die Belgier trafen bisher insgesamt zehnmal aufeinander; sechsmal konnten die Italiener das Spiel für sich entscheiden, zweimal die Belgier; wiederum zweimal trennten sich beide Teams Unentschieden. Die Italiener haben mit dem Sieg gegen Belgien zwei Siege und eine Niederlage aus den letzten drei Freundschaftsspielen geholt. Einen Sieg gab es neben dem Sieg gegen Belgien auch gegen Portugal (3:1), eine Niederlage allerdings gegen Spanien (0:1).

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