Sep 9, 2010 | Matchberichte
Österreich erreichte mit einem guten Spiel ein Unentschieden gegen Nigeria
Zwar erklärten einige österreichische Spieler nach dem Unentschieden gegen die Elf aus Nigeria, das Spiel hätte von Seiten Österreichs gewonnen werden können, jedoch ist Teamchef Hickersberger durchaus zufrieden gewesen mit der Leistung seiner Mannschaft.Zu Beginn hielten die Nigerianer das Szepter in der Hand und spielten schönen Fußball. Die Führung ging jedoch an Österreich. In der 11. Spielminute die große Überraschung: Hickersberger einziger Wackelkandidat für die EM im eigenen Lande, Roman Kienast, schoss das Führungstor für die österreichische Elf. Leider durften im ausverkauften Grazer Stadion die österreichischen Fans nicht wirklich lange jubeln. Denn bereits acht Minuten nach dem Führungstor kam der Ausgleich, allerdings aus einer nicht erkannten Abseitsposition vom Nigerianer Uche. Dieses Tor hätte verhindert werden können, wenn denn der Schiedsrichter ein Auge für die Abseitsstellung gehabt hätte.
Alles in allem war das Spiel nicht wirklich spektakulär. Erst zum Schluss zogen beide Mannschaften noch einmal an. Beide konnten aber ihre Angriffe nicht in die Tat umsetzen und in einem Tor enden lassen. Hickersberger äußerte seine Zufriedenheit über die Mannschaft, weiß allerdings auch, dass diese Leistung nicht für einen EM-Titel reichen wird. Nun gut, die Nigerianer waren ein guter Trainingspartner. Der Meinung vieler Fußballexperten nach, spielen die Nigerianer einen schnellen und typisch europäischen Fußball. Somit konnten sich die Österreicher gut messen.
Hickersberger einziger Wackelkandidat ist nun bei der Europameisterschaft doch dabei, das freut ganz Österreich. Auch der Altfußballer Ivica Vastic durfte sein Können bei dem vorletzten Testspiel noch einmal unter Beweis stellen. Von seiner früheren Gefährlichkeit war allerdings dieses Mal nicht viel zu sehen.
Das Spiel gegen Nigeria war für die Österreicher ein sehr wichtiges Vorbereitungsspiel, bei dem viele Youngsters ihr Können zeigen konnten. Hickersberger bekam durch die löchrige Abwehr in der ersten Halbzeit auch noch mal aufgezeigt, wo eben noch Löcher gestopft werden müssen. Er hatte in der zweiten Halbzeit dann seine durchaus offensive Formation aufgelöst, und den Fokus etwas mehr auf die Abwehr gelegt. So konnte doch noch das eine oder andere Gegentor verhindert werden.
Fazit des Spieles: Es war ein sehr schnelles Spiel, bei dem für Österreich die eigenen Schwächen in der Abwehr eindeutig klar wurden. Die Österreicher spielten besser als im Spiel gegen Deutschland und bewiesen so den Zuschauern im Stadion und an den Bildschirmen sowie an den zahlreichen Public Views, dass sie durchaus in der Lage sind, qualitativ hochwertigen Fußball zu spielen. Sie könnten es bei der Europameisterschaft im eigenen Lande und der Schweiz durchaus aus der Vorrunde heraus schaffen. Schließlich wäre Österreich aus dem rasanten Freundschaftsspiel beinahe als Sieger hervorgegangen, wenn nicht der Kopfball von Prödl ein bisschen zu weit links platziert gewesen wäre und wenn nicht in der 47. Minute Jimmy Höfer die Stange im Wege gewesen wäre. Die Chancen sind da! Nun gilt es, in den knapp eineinhalb Wochen vor der EM noch mehr auf Präzision zu achten.
