Schweiz - Portugal: 2:0 - Ein schöner Abschied für die Schweizer

Im letzten Gruppenspiel der Gruppe A konnte die Schweiz ihren Fans ein schönes Abschlusssspiel präsentieren und den Geheimfavoriten Portugal mit 2:0 besiegen. Auch für den Trainer Jakob „Köbi“ Kuhn war dies ein wirklich gelungener Abschluss seiner Karriere als schweizerischer Nationaltrainer. Der Mann des Tages war der zweifache Torschütze Hakan Yakin.

Im vorherigen Spiel gegen die Türkei konnte man sich nicht wirklich durchsetzen und nach einer knappen Niederlage war man endgültig aus dem Turnier geflogen. Dieses letzte Spiel für die Schweizer war dennoch enorm wichtig, da man zeigen wollte, welches Potential wirklich in der Mannschaft steckt. Darüberhinaus versuchte man auch den scheidenden Trainer Köbi ein wenig aufzubauen und ihm einen schönen Abschied zu bereiten. Bei den Portugiesen durften nun auch einige Ersatzspieler auf den Platz, die jedoch hoch motiviert waren und dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Diese jungen Portugiesen wollten sich profilieren, um sich so vielleicht einen Platz in der A-Mannschaft sichern zu können.

Das Spiel begann dann auch pünktlich um 20.45 Uhr und die Schweizer begannen zunächst etwas nervös und auch etwas desorientiert. Die erste Chance hatten in der achten Minute die Portugiesen; sie wurde von Quaresma eingeleitet. Die Flanke des rechten Stürmers konnte Postiga erreichen, der jedoch den Ball am Tor vorbei köpfte und zudem im Abseits stand. Im Folgenden organisierten sich die Schweizer zunehmend besser und auch die ersten Chancen begannen, sich zu entwickeln. In der 15. Minute waren jedoch schon wieder die Portugiesen am Zug. Nani konnte sich in den Strafraum der Schweizer spielen und wurde dort von Lichtsteiner aufgehalten. Die Portugiesen erkannten sofort ein Foul, doch die Situation konnte nicht entschieden werden. In der folgenden Minute kam es dann zur ersten richtigen schweizerischen Torchance. Behrami feuerte aus zehn Metern einen Schuss auf das Tor ab, doch Ricardo war sofort zur Stelle und klärte die Situation souverän. Nun gewann auch das ganze Spiel ein wenig an Dynamik und die schönen Torszenen wurden zahlreicher. Die Portugiesen bekamen einen Freistoß zugesprochen, der eigentlich kein Problem darstellen sollte, doch Pepe fälschte den Schuss ab und Zuberbühler musste schnell reagieren, um den Ball noch gegen die Latte zu lenken. In der 24. Minute kam es erneut zu einer gefährlichen Situation. Wenige Meter vor dem schweizerischen Tor kam Postiga zum Schuss und Senderos fing den Ball nur mit Mühe mit dem Knie ab. Eine Minute später standen auch schon wieder die Schweizer vor dem Tor der Portugiesen und Vonlanthen startete einen Fernschuss aus fast 20 Metern Entfernung. Das Leder verfehlt das Tor nur um wenige Zentimeter. In der 29. Minute hatten die Schweizer einen Freistoß. Senderos verfehlte das Leder mit dem Kopf nur um wenige Zentimeter; das hätte die Führung sein können. Einen weiteren gefährlichen Angriff starteten die Schweizer in der 32. Minute starten, als Yakin das Leder nach einer Ecke auf das Tor köpfte. Wieder war der portugiesische Torwart Ricardo zur Stelle und wehrte das Leder problemlos ab. In der 36. Minute kam es dann zu einer etwas heiklen Situation: Postiga schoss den Ball aus 14 Metern ins schweizerische Tor, doch der Linienrichter zeigte Abseits an. Die nächsten Minuten brachten nichts Spektakuläres mehr hervor und es gab auch keine weiteren spannenden Szenen in dieser doch recht interessanten ersten Halbzeit. Bisher zeigten sich die Schweizer sehr engagiert und auch die einzelnen Möglichkeiten waren sehr schön herausgespielt. Alles was jetzt noch fehlte, waren Tore.

Die zweite Halbzeit startete für die Schweitzer sehr gut. Inler gelang ein Fernschuss auf das portugiesische Tor, den Ricardo jedoch abwehrte. Doch auch die Portugiesen wurden nicht schwächer. Veloso fand bei einem Freistoß den Stürmer Postiga, der den Ball nur knapp über das Tor der Schweizer köpfte. Nur einige Augenblicke später waren wiederum die Schweizer voll in Aktion. Lichtsteiner versuchte, auf Senderos zu passen, doch wieder einmal konnte sich Ricardo dazwischen werfen. Nur zwei Minuten später machte Lichtseiner jedoch einen Fehler und Nani nutze seine Chance sofort; er spurtete in Richtung schweizerisches Tor und traf zum Glück nur den Pfosten. In der 62. Minute konnte der gerade eingewechselte Barnetta eine große Torchance herausspielen; Pepe wehrte den Torschuss aber in der allerletzten Sekunde ab. Keine drei Minuten später kam es erneut zu einer Torchance: Inler zog mit dem Vollspan auf das portugiesische Tor ab, traf aber nur den Pfosten: Wäre der Ball wenige Zentimeter weiter gelandet, wäre ein Tor sicher gewesen. Die Schweizer waren in der nun folgen Spielphase die eindeutig bessere Mannschaft und setzten die Portugiesen immer mehr unter Druck. Vor allem Barnetta und Yakin glänzten durch einige schöne Szenen. In der 71. Minute kam es dann zum aus Schweizer Sicht lang ersehnten und nicht unverdienten Tor für die Schweizer. Derdiyok spielte den Ball schnell zu Yakin, der den Ball anschließend ohne größere Probleme ins Tor schoss. Die Portugiesen versuchten, sofort den Ausgleich zu erzielen, doch die Abwehr der Schweizer ließ keinen Zweifel daran, dass man dieses Spiel gewinnen wollte. Dann kam die 82. Minute: Barnetta ging im Strafraum zu Boden und der Schiedsrichter sprach ihm einen Elfmeter zu. Die Entscheidung war nicht unumstritten. Yakin verwandelte den Elfmeter ohne Schwierigkeiten und die Schweiz lag nun mit 2:0 vorne. In den letzten Minuten gab es keine spektakulären Szenen mehr und das Spiel ging ohne weitere Tore zu Ende. Damit gewannen die Schweizer mit 2:0 und konnten ein würdiges Ende des Turniers für sie feiern.

Kommentare

  • Von Rahel
    Am Jun 16, 2008

    Danke Köbi

  • Von susy
    Am Jun 16, 2008

    ja, das war ein geiler match. danke jungs, danke köbi und auf eine gute wm 2010 in afrika.

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