Schweiz – Tschechien: 0:1

Ein sehr schönes und schnelles Eröffnungsspiel zeigten die beiden ersten Mannschaften, die in die Europameisterschaft gestartet sind. Schweiz — der Gastgeber aus der Gruppe A —gegen die Mannschaft der Tschechischen Republik. Das komplette Spiel wurde von den Gastgebern beherrscht, die nach einer schönen kleinen Eröffnungsfeier die Euro 2008 in Basel starteten. Bereits in der 3. Spielminute ergab sich eine einmalige Chance — die erste in dem Spiel überhaupt — für den Kapitän der Köbi-Elf. Alexander Frei versuchte, das gegnerische Tor durch einen Direktschuss zu treffen, scheitere aber am Keeper der Tschechen, an Cech. Er war schon beim Auflaufen auf das Spielfeld durch seinen Kopfschutz aufgefallen, den er seit einem Schädelbruch bei jeder Fußballpartie trägt. Bereits in der 15. Minute gab es die zweite Chance für die Schweizer, die das ganze Spiel über eine sehr angriffslustige Partie darboten. Zahlreiche Möglichkeiten eröffneten sich für die Nati, die die Jungs aufgrund von Pech aber nicht verwerten konnten. Eine dieser Chancen gab es zum Beispiel in der 20. Minute, in der Frey durch einen gravierenden Fehler der tschechischen Mannschaft wieder einen gefährlichen Schuss auf das Tor der Tschechen schaffte: Ins Tor ging der Ball freilich nicht!

Bei dem gebotenen Eröffnungsspiel handelte es sich um eine sehr lebhafte Partie, bei der die Schweizer dominierten, jedenfalls bis zu dem Moment, als der Schweizer Kapitän Frey durch einen unglücklichen Zwischenfall im Zweikampf stürzte. Der Tscheche, über dessen Bein Frey gestolpert war, konnte nichts dafür, dass der Schweizer stürzte. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit war nun der Schweizer Chef ausgeschaltet und ist vermutlich mit einem Innenbandriss am linken Knie unfähig, weiterzuspielen.

Mit einem guten Gefühl und einer guten Leistung gingen beide Mannschaften dann in die verdiente Halbzeitpause. Die zweite Hälfte begann nicht weniger turbulent. Für den verletzten Frey war nun Hakan Jakin im Spiel, der Leben auf das Spielfeld brachte. Die Kapitänsbinde und somit das Kommando über die Schweizer übernahm Magnin, der auch in der 48. Minute eine Chance durch einen Direktschuss aufs Tor bekam, der den tschechischen Keeper aber nicht überwinden konnte. Schon eine Minute später hatte Jakin durch einen Freistoß die Chance, endlich ein aus Schweizer Sicht verdientes 1:0 zu holen. Doch auch sein Direktschuss ging daneben. In der 64 Minute bekam dann auch Tschechien etwas mehr Power und erhielt nach einem Faul einen Freistoß, den Jankolovski aber nicht verwandeln konnte, weil er ihn über das Tor schoss. War das der Anfang einer erstarkenden tschechischen Mannschaft? Nein, das Blatt wendete sich wieder. Die aufregende Partie spielte sich sofort danach wieder in der Tschechischen Hälfte ab. Aber auch die fünfte große Chance für die Gastgeber wurde vergeigt: Dieses Mal erneut durch Jakin.

In der 70. Spielminute kam der Schock für die Schweiz. Ein vernichtender Gegenangriff der Tschechen, bei dem Sversko dann das Tor zum 0:1 aus Schweizer Sicht erzielte. Von da an spielten die Tschechen nur noch defensiv und versuchten, ihren Kasten sauber zu halten, was ihnen auch gelang. In der 78. Spielminute wurde es auf dem Spielfeld rund um den tschechischen Keeper noch einmal heiß: Er musste zwei Chancen der Schweizer verhindern. Nach einem Schuss von Jakin schaffte er es, den Ball aus dem Tor zu boxen, woraufhin von Magnin noch ein Nachschuss kam, der eigentlich hätte passen müssen. Doch die Schweizer hatten kein Glück an dem Eröffnungstag der Europameisterschaft 2008 vor heimischem Publikum. Der verletzte Frey, der unter Tränen das Spielfeld verlassen hatte, musste von der Bank aus auf Krücken mit ansehen, wie in der 59. Minute erst Magnin, dann in der 75. Minute — der eine Minute zuvor eingewechselte — Vonlanten und schließlich in der 92. Minute Barnetta eine gelbe Karte bekamen.

Nach 03 Minuten — drei Minuten Nachspielzeit — war es passiert. Die Schweiz verlor unglücklicherweise vor heimischem Publikum das passable Spiel, das aus ihrer Sicht lebhaft und chancenreich war, mit 1:0. Die Tschechen hätten eigentlich mehr geben können, als sie tatsächlich geleistet haben, aber für einen Sieg hat es gereicht. Alles in allem hätte man es — wenn man das Spiel angesehen hat — den Schweizern sicherlich gegönnt, wenn sie hier im Eröffnungsspiel gleich einen Sieg errungen hätten. Aber noch ist ja nichts vorbei. Die Portugiesen, die der nächste Gegner der Köbi-Mannschaft sind, und auch die Türken bieten den Schweizern vielleicht Chancen, die eventuell noch ein Märchen für die Schweizer wahr werden lassen könnten.

Kommentare

  • Von ric
    Am Aug 6, 2008

    gute gespielt und doch verloren. die schweizer sind einfach zu nett und wollten den tschechen wohl den auftakt nicht versalzen. naja.... vielleicht hätte man halt statt streller von anfang an auf jakin setzen sollen.

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