Schweiz gewinnt überzeugend Testspiel gegen Lichtenstein

Der EM-Gastgeber Schweiz konnte das Testspiel gegen Lichtenstein souverän mit 3:0 gewinnen und zeigte in der Generalprobe, wie stark diese Mannschaft mittlerweile geworden ist. Jedoch konnten auch einige Schwächen identifiziert werden, um die man sich nun in der letzten Phase der Vorbereitung, die nach dem Wochenende beginnt, kümmern muss. Der Heimvorteil alleine wird nicht ausreichen, um bei dieser Europameisterschaft ein Ausrufezeichen setzten zu können.

Im Testspiel gegen das Fürstentum Lichtenstein konnte sich die schweizerische Nationalmannschaft behaupten. Mit einem 3:0 gelang es den Gastgebern der EM 2008 eine großartige Generalprobe aufzuzeigen. Der beste Spieler dieses Matches war der Dortmunder Alexander Frei, der vor 18.000 Zuschauern in der AFG Arena in St. Gallen ein überragendes Spiel ablieferte. In der ersten Halbzeit konnte er zwei Treffer, in der 23. und 31. Minute, erzielen und so die Schweiz früh in Führung bringen. Mit diesen beiden Toren konnte sich Frei an die Spitze der schweizerischen Rekordtorschützen setzen. Auf das Konto des 28-jährigen gehen mittlerweile 35 Tore. Damit hat er den alten Rekord von Kubilay Türkyilmaz, der die Rekordtabelle mit 34 Treffern bisher anführte, übertroffen. Mit dem 3:0 in der 68. Minute machte Johan Vonlanthen den Sieg perfekt.

Gegen Lichtenstein konnte man nun auch im sechsten Spiel den sechsten Sieg erringen und hat noch kein Gegentor des Fürstentums kassiert. Das folgende Wochenende dürfen die Spieler noch einmal bei ihren Familien verbringen, bevor es dann in die heiße Endphase der Vorbereitung geht. Bei dem Freundschaftsspiel gegen Lichtenstein wurden auch ein paar Probleme aufgeworfen, die bis zur EM noch abgestellt werden sollten. Jeder Mannschaftsteil hat einige Schwächen offenbart, die der Trainer Jakob „Köbi“ Kuhn noch abstellen muss. Das größte Problem ist wohl, dass es dieser Mannschaft an Stars fehlt, die das ganze Team stützen. Das allergrößte Problem ist die Abwehr. In den Testspielen vor der EM haben die Schweizer 26 Tore kassiert und nur 24 Tore geschossen. So ein Verhältnis ist natürlich für einen Gastgeber nicht hinnehmbar und man wird versuchen, in der Abwehr neue Kräfte zu mobilisieren.

An den Spielern kann dies jedoch nicht liegen: mit Philippe Senderos und Patrick Müller stehen zwei wirklich gute Innenverteidiger zur Verfügung, die auch internationale Erfahrung besitzen. Dennoch sind diese beiden Pfeiler der Abwehr zurzeit nicht in allerbester Form. Müller hat nach seinem Kreuzbandriss erst ein Spiel in der vergangenen Saison absolvieren können und auch Senderos konnte beim FC Arsenal wenig Spielpraxis sammeln. Auf Tranquillo Barnetta im Mittelfeld ruhen die größten Hoffnungen. Er hat eine großartige Saison in Leverkusen hinter sich, konnte aber aufgrund einer Knöchelverletzung nicht an den Vorbereitungen teilnehmen. Die wenigsten Sorgen bereitet den Schweizern der Sturm. Mit Alexander Frei und Marco Streller sind hier zwei Angreifer gesetzt, die noch für die eine oder andere Überraschung sorgen dürften.

Am 07. Juni muss die Schweiz erneut ran und diesmal gegen Tschechien. Die Tschechen sind ein Gegner, der in einer anderen Gewichtsklasse spielt als die Liechtensteiner. Man darf gespannt sein, ob man in der schweizerischen Nationalmannschaft die Probleme bis zum Eröffnungsspiel noch lösen kann. Die Unterstützung der Fans ist dieser Mannschaft sicherlich gewiss.

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